Mischfondsvermögen steigt um 13 Prozent
In den letzten zwölf Monaten ist das in Mischfonds investierte Vermögen um 13 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Statistik des Deutschen Fondsverbands BVI hervor. Unter den Publikumsfonds sind sie derzeit die beliebtesten Fonds. Dabei ist fraglich, wie viel das Konzept eines Mischfonds Anlegern tatsächlich bringt.
Mischfonds sammeln seit Jahresbeginn 17,8 Milliarden Euro ein
Mischfonds erleben derzeit einen regelrechten Boom. Während Aktienfonds von Anfang Januar 2018 bis Ende August 2018 lediglich 2,4 Milliarden Euro zugeflossen sind, waren es bei den Mischfonds 17,8 Milliarden Euro. Geldmarktfonds und Rentenfonds verzeichneten sogar Abflüsse (-2,1 bzw. -3,6 Milliarden Euro).[1]
Gemessen am verwalteten Vermögen sind Mischfonds damit zwar nicht die größte Gruppe unter den Publikumsfonds, holen aber auf. Aktienfonds verwalten derzeit ein Vermögen von 401 Milliarden Euro. Mischfonds verwalten 285 Milliarden Euro und landen damit auf Platz zwei. Um 13 Prozent ist ihr Vermögen in den letzten zwölf Monaten gestiegen. Rentenfonds landen auf dem dritten Platz mit einem verwalteten Vermögen von 206 Milliarden Euro.
Jetzt Broker mit Fondssparplänen vergleichen »
Gestreutes Risiko, niedrige Rendite
Die Beliebtheit von Mischfonds verdankt sich dem Konzept, das hinter ihnen steckt. Mischfonds investieren in verschiedene Anlageklassen, zumeist Aktien und Anleihen. Dadurch wird eine breite Streuung erzeugt, die das Risiko verringert. Je nachdem, wie hoch der Aktienanteil ist, werden konservative oder progressive Strategien verfolgt.
Die Realität zeigt jedoch: Dieses Konzept macht Mischfonds sehr teuer. In den vergangenen Jahren lag ihre Rendite zumeist unter der Inflationsrate. Das Konzept mag für Anleger bequem sein und aufgrund der Streuung attraktiv. Doch was nützt das, wenn die Rendite auf der Strecke bleibt?
Surftipp: Unsere Expertise: Mischfonds - hohe Kosten, kaum Rendite? »
ETFs als Alternative zu Mischfonds
Eine günstige alternative zu Mischfonds stellen ETFs dar. Sie bilden passiv einen Index ab und verursachen darum nur geringe Kosten. Schon deshalb ist die Rendite oft höher. Auch mit ihnen kann zudem eine breite Streuung erreicht werden. So investiert ein ETF auf den MSCI World in mehr als 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern sowie zahlreichen Branchen.
Die besten Broker mit ETF-Sparplänen »
Weiterführender Link
[1] BVI – Investmentfonds fließen 70 Milliarden Euro zu