Strategische Materialien: Der Schlüssel zur Energiewende als Anlagechance
Die Industrie 4.0 mit ihrer smarten Vernetzung, Automatisierung und digitalen Transformation kann nur durch den Einsatz strategischer Materialien ihr volles Potenzial entfalten. Diese kritischen Ressourcen bilden das unsichtbare Fundament für die Revolution der Fertigungsprozesse und die intelligenten Technologien der Zukunft, während sie gleichzeitig die Energiewende vorantreiben. Für weitsichtige Investoren eröffnet sich hier ein Markt mit außergewöhnlichem Wachstumspotenzial an der Schnittstelle von Digitalisierung und nachhaltiger Entwicklung.
Das Wichtigste im Überblick:
- Strategische Materialien wie Lithium, Kupfer und Seltene Erden sind essentiell für Energiewende und E-Mobilität und erleben einen Nachfrage-Superzyklus.
- Nachhaltige Investmentfonds wie der JSS Sustainable Equity – Strategic Materials bieten Anlegern Zugang zu diesem Zukunftsmarkt mit ESG-konformer Ausrichtung.
- Die geopolitische Bedeutung dieser begrenzten Rohstoffe wächst, während die Branche vor der Herausforderung steht, Produktion auszuweiten und gleichzeitig Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen.
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Strategische Rohstoffe als Schlüssel zur Wirtschaftstransformation
Die globale Transformation hin zu einer nachhaltigen und technologisch fortschrittlichen Wirtschaft steht im Zentrum aktueller Entwicklungen. Diese Wende ist jedoch untrennbar mit einer entscheidenden Ressource verbunden: strategischen Materialien. Diese umfassen essenzielle Rohstoffe wie Lithium, Kupfer, Kobalt, Nickel, Aluminium und Seltene Erden, die für erneuerbare Energien, Elektromobilität und digitale Infrastrukturen unverzichtbar sind.
In einer Welt, die zunehmend auf Nachhaltigkeit und technologische Innovation setzt, bilden diese Materialien das Fundament für Batterien, Halbleiter, Stromnetze und Hochtechnologie-Produkte.
Die besondere Herausforderung: Diese Rohstoffe sind nicht nur wirtschaftlich bedeutsam, sondern auch geopolitisch sensibel. Ihre natürlichen Vorkommen sind begrenzt, ihre Förderung mit ökologischen und sozialen Risiken verbunden und die globalen Lieferketten oft instabil. Angesichts dieser komplexen Ausgangslage wächst der Druck auf Unternehmen und Investoren, nachhaltige und verantwortungsbewusste Lösungen zu finden.
Der neue Superzyklus für strategische Rohstoffe
Der Markt für strategische Materialien steht vor einem langfristigen Wachstumsschub. Denn mehrere Faktoren treiben die Nachfrage an, allen voran die Energiewende, die Elektromobilität und die Transformation in Infrastruktur und Digitalisierung. Der Ausbau erneuerbarer Energien erfordert enorme Mengen an Kupfer, Lithium und Seltenen Erden für Solaranlagen, Windkraftwerke und Batteriespeicher.
Besonders bemerkenswert ist der Bedarf für die Elektromobilität: Elektroautos benötigen für ihre Batterien hohe Mengen an Lithium, Kobalt und Nickel. Der Kupferbedarf für E-Fahrzeuge liegt dabei bis zu viermal höher als bei konventionellen Autos. Parallel dazu treibt der Ausbau von Stromnetzen, Rechenzentren und digitalen Industrien die Nachfrage nach Halbleitern, Aluminium und speziellen Metallen weiter an.
Prognosen zufolge dürfte sich die Nachfrage nach sauberer Energie bis 2040 vervierfachen und damit zusätzliche Chancen im Bereich strategischer Metalle schaffen. Gleichzeitig bleibt das Angebot begrenzt. Die Entwicklung neuer Minen dauert oft über zehn Jahre, und politische Unsicherheiten in Rohstoffländern können Lieferketten zusätzlich gefährden.
Die geopolitische Dimension strategischer Materialien
Ein besonderes Merkmal der strategischen Rohstoffe ist ihre ungleiche globale Verteilung. Mehrere für die Energiewende benötigte Metalle finden sich nur in einigen wenigen Ländern. Dies bedeutet, dass mineralreiche Nationen an globaler Bedeutung gewinnen werden, wodurch sich das Machtverhältnis zu ihren Gunsten verschiebt. Der Wettbewerb um die knappen Ressourcen könnte zudem geopolitische Rivalitäten verstärken.
Chinas Tech-Industrie etwa tritt in eine neue Phase ein – geprägt von einem erneuten Innovationsschub, strategischer Selbstversorgung auf nationaler Ebene und einem sich ständig wandelnden regulatorischen Umfeld. Der Aufschwung des Technologiesektors, die Neuausrichtung der Vorschriften und der globale Wettlauf um technologische Vorherrschaft treiben diese Entwicklung maßgeblich voran.
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Das Nachhaltigkeitsdilemma: Herausforderungen und Chancen
Die erhöhte Nachfrage nach strategischen Materialien könnte dem Mineral- und Metallsektor also beispiellose Chancen bescheren. Doch um die Energiewende ohne erhebliche negative Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt zu gestalten, muss die Branche signifikante Herausforderungen im Bereich der ökologischen, sozialen und Governance-Aspekte (ESG) bewältigen.
Der Bergbau und die Mineralienverarbeitung sind mit beträchtlichen Umweltbelastungen verbunden: Es fallen große Mengen an Abfall und Treibhausgasemissionen an, es wird viel Wasser benötigt und potentiell mit giftigen Chemikalien gearbeitet. Zudem werden diese Prozesse mit zahlreichen Menschenrechtsverletzungen wie Gesundheits- und Sicherheitsvorfällen sowie schlechten Arbeitsbedingungen (einschließlich Zwangs- und Kinderarbeit) in Verbindung gebracht.
Die zentrale Frage lautet daher: Kann der Bergbausektor, der entscheidend zur Energiewende beiträgt, die Produktion schnell genug ausweiten, um die Nachfrage zu befriedigen und gleichzeitig seine Lieferketten überarbeiten, um strengeren ESG-Kriterien nachzukommen?
Lösungsansätze für eine nachhaltigere Rohstoffnutzung
Eine stärker kreislauforientierte Wirtschaft könnte dazu beitragen, die steigende Nachfrage nach strategischen Mineralien teilweise aufzufangen. Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge könnten bis 2040 durch Recycling allein 10% des Bedarfs an Mineralien wie Kupfer, Lithium und Nickel gedeckt werden.
Die Branche muss zweifelhafte Praktiken abschaffen sowie solide und wirksame Standards umsetzen, um das Risiko erheblicher negativer Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu minimieren. Dabei ist die Unterstützung aller Anspruchsgruppen, insbesondere der Anleger, gefragt, um Best Practices in der Industrie zu etablieren. Dazu zählen Verbesserungen bei wesentlichen ESG-Kennzahlen, die Förderung positiver Veränderungen und die Gestaltung eines verantwortungsbewussten Bergbausektors für eine bessere Zukunft.
Wie Anleger partizipieren können
Um am Wachstumspotenzial der Rohstoffnachfrage teilzuhaben, haben Anleger mehrere Möglichkeiten. Rohstoff-Futures sind beispielsweise ein Instrument, das genutzt werden kann, ebenso wie Investitionen in Währungen oder Staatsanleihen von Ländern, die reich an Ressourcen sind. Eine direkte Beteiligung an Unternehmen, die die besten operativen Praktiken verfolgen und auf nachhaltige Entwicklung setzen, bietet ebenfalls interessante Chancen. Solche Unternehmen adressieren ESG-Schwächen und zeichnen sich durch gute Stewardship-Praktiken aus.
Ein besonders attraktiver Ansatz für Anleger sind thematische Fonds, die gezielt Unternehmen unterstützen, die sich auf strategische Materialien konzentrieren. Ein Beispiel hierfür ist der „JSS Sustainable Equity – Strategic Materials“ Fonds von J. Safra Sarasin.
Der JSS Sustainable Equity – Strategic Materials Fonds
Der JSS Sustainable Equity – Strategic Materials (ISIN: LU2752694500) Fonds investiert weltweit in Aktien von Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette strategischer Materialien, die für die Energiewende entscheidend sind. Dabei liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit und Firmen, die zur Reduktion von CO₂ beitragen. Der Fonds ist stark in den Sektoren Materialien, Industrie und Energie engagiert, mit geografischem Schwerpunkt auf Nordamerika und Europa.
Dieser aktiv verwaltete Fonds bietet eine nachhaltige Investmentstrategie und fokussiert sich auf Unternehmen, die eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von strategischen Rohstoffen spielen. Das Besondere: Neben der Rohstoffversorgung erfüllen diese Firmen auch hohe ESG-Standards, was sowohl wirtschaftliches Wachstum als auch ökologische und soziale Verantwortung vereint. Anleger profitieren hier von langfristigen Trends in der grünen Industrie und Technologieentwicklung.
Die Investitionen des Fonds konzentrieren sich hauptsächlich auf drei Bereiche: Erstens Bergbau- und Rohstoffförderer, die essenzielle Metalle und Materialien abbauen und verarbeiten. Zweitens Recycling-Spezialisten, die sich der Wiederverwertung knapper Rohstoffe widmen. Drittens Hightech-Unternehmen, die Rohstoffe in zukunftsweisenden Technologien verwenden. Zu den führenden Unternehmen im Portfolio zählen unter anderem Rio Tinto, Freeport McMoran Copper & Gold, Agnico Eagle Mines und Anglo American.
Nachhaltiges Investieren mit Fonds
Der nachhaltige Investmentansatz
Die Strategie des Fonds basiert auf zwei Kernprinzipien. Zum einen steht die Diversifikation entlang der Wertschöpfungskette im Fokus. Dies umfasst die Förderung, Verarbeitung, Wiederverwertung und effiziente Nutzung strategischer Materialien.
Beispiele dafür sind Batteriehersteller, Stromnetzbetreiber und Spezialmaschinenbauer. Zum anderen wird die Nachhaltigkeitsintegration durch eine intensive Prüfung der ESG-Performance jedes Unternehmens sichergestellt. Das Fondsteam nimmt aktiv Einfluss auf die Nachhaltigkeitsstrategie der Unternehmen durch Engagement und Stimmrechtsausübung.
Prozess für umsichtiges Anlegen im Rohstoffbereich
Ein durchdachter Investmentprozess im Bereich strategischer Rohstoffe sollte einem mehrstufigen Ansatz folgen. Zunächst werden Unternehmen mit den besten operativen Praktiken identifiziert. In einem zweiten Schritt wird durch Dialog verbleibenden Defiziten begegnet. Abschließend erfolgen Investitionen in Lösungsanbieter entlang der gesamten Lieferkette, um eine umfassende Wertschöpfung zu gewährleisten.
Alternative Fonds für Rohstoffinvestitionen
Neben dem JSS Fonds gibt es weitere interessante Optionen, die sich auf strategische Materialien konzentrieren:
Structured Solutions SICAV – Next Generation Resources Fund
Der Structured Solutions SICAV – Next Generation Resources Fund (ISIN: LU0470205575) investiert weltweit in Unternehmen, die essenzielle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Kupfer fördern, mit Fokus auf die Versorgung zukünftiger Technologien wie Elektromobilität – allerdings mit höherer Volatilität und einer starken Gewichtung auf Kanada sowie Junior-Rohstoffwerte.
VanEck Rare Earth and Strategic Metals UCITS ETF
Der VanEck Rare Earth and Strategic Metals UCITS ETF bietet Anlegern Zugang zu Unternehmen, die in der Förderung, Raffination und Verarbeitung seltener Erden und strategischer Metalle tätig sind – etwa Lithium, Kobalt, Nickel oder Seltene Erden wie Neodym. Diese Rohstoffe sind essenziell für Zukunftstechnologien wie Windkraft, Elektromobilität und Hightech-Elektronik. Der ETF ist physisch replizierend, breit gestreut über verschiedene Länder (u. a. China, USA, Kanada, Australien) und eignet sich besonders für Anleger, die auf die zunehmende Bedeutung kritischer Rohstoffe setzen wollen – allerdings mit einem höheren Risikoprofil.
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Fazit: Die Zukunft nachhaltig finanzieren
Nachhaltigkeitsorientierte Anleger stehen vor der Herausforderung, das Dilemma zwischen dem Bedarf an Metallen und Mineralien für die Energiewende und den damit zusammenhängenden ESG-Herausforderungen zu lösen. Hierfür ist ein Verständnis der komplexen Gegebenheiten der Metall-Wertschöpfungskette erforderlich. Zudem muss ein differenzierterer Ansatz in Bezug auf einen Sektor verfolgt werden, der aufgrund von ökologischen und sozialen Bedenken möglicherweise zu lange außer Acht gelassen wurde.
Obwohl die Förderung und Verarbeitung der für die Energiewende benötigten Rohstoffe unvermeidlich mit Emissionen verbunden sind, wirkt sich die Energiewende insgesamt positiv aus. Dies zeigt sich an der Elektrifizierung der Mobilität und der geringeren Abhängigkeit von CO2-intensiven Verbrennungsmotoren. Um das Dilemma mit strategischen Mineralien zu lösen, muss ein Mittelweg zwischen der unabdingbaren Energiewende und der Minimierung der negativen Auswirkungen des Bergbaus mittels eines pragmatischen Ansatzes gefunden werden.
Für versierte Anleger mit umfassendem Verständnis der nachhaltigkeitsbezogenen Risiken und Chancen ergeben sich zahlreiche Investmentmöglichkeiten. Mit dem „JSS Sustainable Equity – Strategic Materials“ erhalten Investoren Zugang zu einem der zentralen Megatrends der kommenden Jahrzehnte: der nachhaltigen Sicherung strategischer Rohstoffe. Der Fonds kombiniert wirtschaftliches Potenzial mit hoher ESG-Qualität und ermöglicht ein verantwortungsbewusstes Investment in Unternehmen, die die Basis für die grüne Industrie und Technologie von morgen schaffen.
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Quellen und weiterführende Links